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Amberger Frauenkirche
Frauenplatz 1 , 92224 Amberg
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Genaue Information

Wo einst die Synagoge stand…

Im vierzehnten Jahrhundert vertrieb man Mitglieder der jüdischen Gemeinde allerorts. Man gab ihnen die Schuld an Seuchen, wie beispielsweise der Pest. So geschehen auch 1391 in Amberg. Der Aufenthalt für Juden in Amberg wurde verboten. Ihre erst 1883 errichtete Synagoge im jüdischen Amberger Viertel wurde niedergerissen. An dieser Stelle errichtete man noch zu Beginn des 15. Jahrhunderts ein katholisches Gotteshaus, die spätere Amberger Frauenkirche, welches bereits 1398 urkundlich Erwähnung findet.

Seit 1896 befindet sich die Synagoge der knapp 130 Mitglieder zählenden Israelitischen Kultusgemeinde Amberg in der Salzgasse.

Im Zeichen des Kurfürsten – die Amberger Frauenkirche

Die dreischiffige, spätgotische Marienkirche unterhielt die Frauenkongregation „Maria unter dem Kreuz“ seit 1630. Pfarrer kamen nur zum Gottesdienst in das kirchliche Gemäuer, welches baulich der Basilika Sankt Martin ähnelt. Zum Ende des sechzehnten Jahrhunderts trägt die Frauenkirche auch den Namen „Hofkapelle“, denn es galt kurfürstlicher Anspruch. Während der Glaubenskriege wurde das Innere beinahe vollständig verwüstet. Im Jahre 1864 gestaltete man die Kirche schließlich im neugotischen Stil aus. Bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts nutzten Ungarn, die in der Region beheimatet waren, die Amberger Frauenkirche für ihre Feiern. Vor allem die großartige Akustik der Kapelle und des Kirchenschiffs wurde allerorts gelobt, weshalb es in Folge noch einzelne Konzerte darin gab.

Heute bleibt die Kirche still. Das Gebäude ist baufällig und für Besucher gesperrt. Die Instandsetzung geht nur schrittweise voran voran. Die Kirche hat schlicht ihre Bedeutung verloren, einzig am Palmsonntag bildet sie den Startpunkt für den Umzug.